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R.I.P. Guillermo Mordillo

* 04.08.1932 † 29.06.2019

Der in Buenos Aires geborene humoristische Zeichner Guillermo Mordillo ist im Alter von 86 Jahren in Palmanova, Mallorca verstorben. Mordillo sah sich selbst „eher als Designer“ und fertigte mit Bleistift oder Tusche eine Vorzeichnung an, die er später kolorierte. In der Regel arbeitete er an mehreren Cartoons gleichzeitig, um Eintönigkeit zu vermeiden. Im Laufe eines Tages stellte er daher manchmal mehrere Werke fertig (insgesamt weit über 2.000), signierte, datierte und fotografierte sie. Die „besten Ideen“ habe er immer vor seinem Mittagsschlaf, sagte Mordillo im hohen Alter. Seinen Verzicht auf Worte begründete er 2005 so: „Meine Bilder haben keine Texte, weil ich viele Jahre in Ländern verbracht habe, deren Sprache ich anfangs nicht richtig konnte, und da habe ich mich nicht getraut, Bildunterschriften zu schreiben.“ Seine Original-Bilder verkaufte Mordillo nicht, sondern nur das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung. Kritiker störten sich an der kommerziellen Ausrichtung Mordillos, der von sich selbst sagte, er habe sich zumindest am Anfang seiner Karriere nicht als Künstler, sondern als Journalist gefühlt. Erst wenn Cartoons auch in Museen wie dem Louvre oder dem Prado hingen, sei er bereit, von Kunst zu sprechen.
Für seine Arbeiten erhielt Mordillo zahlreiche internationale Auszeichnungen, u. a. wurde er 1977 im kanadischen Montreal auf dem Salon International de L’Humour zum besten Zeichner der Welt gekürt, 1992 rangierte er beim US-Fachmagazin Witty World auf dem dritten Platz von 245 Zeichnern aus 46 Ländern. Am 6. November 1997 wurde Mordillo die Ehrenprofessur für Humor der Universität im spanischen Alcalá de Henares verliehen. Er war Träger der Silbermedaille bei der V. Biennale internationaler humoristischer Zeichner in Tolentino (Italien), der Goldmedaille der argentinischen Zeichner und der französischen Palme d’Or.

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